
Nach dem bundesweiten Schulstreik vom 12. November 2008, an dem mehr als 8000 SchülerInnen und StudentInnen allein in Hannover teilgenommen haben, heißt es wiedereinmal am 24.01.09 „Für ein gerechtes Bildungssystem“ auf die Straße zu gehen und der Landesregierung unter Christian Wulff zu zeigen, dass wir mit der aktuellen Bildungspolitik nicht einverstanden sind.
Das niedersächsische Bildungssystem ist miserabel! Dies zeigte nicht nur der bundesweite Vergleich der Pisa-E-Studie bei dem Niedersachsen auf dem abgeschlagenen 13. Platz von 16 Bundesländern landete. Auch die von der Bundesregierung in Auftrag gegebene HIS-Studie hat ergeben, dass alleine im Abiturientenjahrgang 2006 ca. 18.000 junge Menschen aufgrund der Studiengebühren kein Studium beginnen konnten. Obwohl die Studienberechtigtenzahl um 17% gestiegen ist, sank die Zahl der Studienanfänger um 5%. Bildung und Bildungschancen hängen in Deutschland mehr als in jedem anderen europäischen Land von der sozialen Herkunft und vom Einkommen der Eltern ab. Trotzdem werden in Deutschland immer wieder Unsummen ausgegeben, um sogenannte „Eliteschulen“ wettbewerbsfähig für den internationalen „Bildungsmarkt“ zu machen.
Bildung ist ein Thema, das uns alle direkt betrifft. Die Struktur des aktuellen Bildungssystems wirkt sich unmittelbar auf Familien, deren Umfeld und die gesamte Gesellschaft aus. Es ist die Bildung, die die Zukunft unserer Gesellschaft maßgeblich prägt. Wir wollen keine Gesellschaft, in der finanzielle und soziale Faktoren die Bildungsmöglichkeiten von SchülerInnen und StudentInnen bestimmen!
Wir fordern ein sozialeres Bildungssystem und sagen:
Nein zu Studien- und Schulgebühren jeglicher Art!
Bildung ist ein Menschrecht! Wir fordern kostenlose Bildung und volle Lernmittelfreiheit für alle!
Nein zu Selektion und sozialer Ausgrenzung in den Schulen! Wir fordern ein soziales Bildungssystem, das alle SchülerInnen entsprechend ihrer individuellen Fähigkeiten fördert und nicht nach ihrer sozialen Herkunft selektiert!
Nein zur Massenschülerhaltung! Wir fordern kleinere Klassen und die sofortige Einstellung von ausreichend LehrerInnen, um im ersten Schritt alle Klassen auf maximal 20 SchülerInnen zu begrenzen und volle Unterrichtsversorgung zu garantieren. Schluss mit dem ständigen Unterrichtsausfall!
Nein zum Abitur Super-Stress! Wir fordern ein Schulsystem dessen Ziel es nicht ist schnellstmöglich kostengünstige Arbeitskräfte zu produzieren!
Es geht also darum an diesem Samstag unseren Interessen in einer gemeinsamen Protestaktion Nachdruck zu verleihen und der Landesregierung zu zeigen, dass wir für unsere Rechte immer wieder auf die Straße gehen werden!
Weitere Informationen auf der Seite vom B-Team
Treffpunkt für alle die sich aus Nienburg an den Protesten beteiligen wollen um 11:40 Uhr vor dem Nienburger Bahnhof!
